Assyriologie und Hethitologie
print

Links und Funktionen

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Keilschrifturkunden der Kassitenzeit

Neue Keilschrifturkunden der Kassitenzeit (1359-1264 v. Chr.) in der Cornell University, NY

Das Forschungsprojekt hat die Entzifferung und Veröffentlichung von bisher unpublizierten mesopotamischen Urkunden zum Ziel, die aus der Zeit der kassitischen Dynastie (ca. 1475–1155 v. Chr.) datieren und zu der Sammlung von Keilschrifttafeln der Cornell University gehören.

Es handelt sich dabei um insgesamt 340 Dokumente, vor allem Verwaltungsurkunden, aber auch Briefe und Rechtsurkunden, die in die Regierungszeiten von Burna-Buriaš II. (1359–1333 v. Chr.), Kurigalzu II. (1332-1308 v. Chr.), Nazi-Maruttaš (1307–1282 v. Chr.) und Kadašman-Turgu (1281–1264 v. Chr.) gehören.

Die Edition von Keilschrifttexten ist eine der wichtigsten und wissenschaftlich anspruchsvollsten Aufgaben der Altorientalistik, wobei die Auswertung von unveröffentlichten schriftlichen Quellen aus der Kassitenzeit sich als besonders interessant erweist, weil diese eine der noch am wenigsten erforschten Epochen der altorientalischen Geschichte darstellt. Im Gegensatz zu anderen historischen Perioden ist dies nicht auf den Mangel an Schriftzeugnissen zurückzuführen, sondern auf die ungenügende Anzahl von Quellen, die in wissenschaftlichen Publikationen zugänglich sind. Auf die Notwendigkeit einer intensiveren Erforschung des kassitischen Textmaterials wird deswegen immer wieder hingewiesen.

Die Veröffentlichung der kassitischen Urkunden aus der Cornell-Sammlung wird nicht nur eine größere Anzahl von kassitischen Texten der wissenschaftlichen Welt zugänglich machen und damit ein Desiderat der Forschung erfüllen, sondern auch einen wesentlichen Beitrag zur besseren Erfassung der Kassitenzeit leisten und in vielen Forschungsbereichen neue Wege eröffnen.

Die Edition der Texte wird als eine eigenständige Publikation in der Reihe CUSAS (Cornell University Studies in Assyriology and Sumerology, CDL University Press) erscheinen.

Gefördert von der Bayerischen Gleichstellungsförderung, März 2013 -  Juli 2014

Projektleiterin

Elena Devecchi