Assyriologie und Hethitologie
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Publikation frühaltbabylonischer Bullen aus den Grabungen von Umma (Djokha)

Nawala al-Mutawalli Mahmood (Baghdad)
Walther Sallaberger

Dr. Nawala A. al-Mutawalli (University of Baghdad) führte 1999-2002 Grabungen in Umma (modern Djokha) im südlichen Iraq durch. Dabei fanden sich im Tempel des Hauptgottes Šara 123 Tonbullen aus der Zeit von Sumuel von Larsa (1895-1867 v.Chr.). Sie zählen wohl zu den letzten schriftlichen Zeugnissen von diesem Fundort. Die gesiegelten keislchriftlichen Urkunden vermerken Gerste, die am Tempel für dessen Aufgaben wie Opfer oder die Fütterung von Opfertieren verwendet wurden. Die Bedeutung der Textgruppe ergibt sich (1) aus dem archäologischen Kontext, (2) aus der Zeitstellung in altbabylonischer Zeit, während für Umma die Dokumentation im Wesentlichen in der Ur III-Zeit (21. Jahrhundert) endet, und (3) aus der Herkunft aus einer Tempelverwaltung.
Die Kooperation von Professor Dr. Nawala al-Mutawalli (al Mahmood) aus Baghdad mit Walther Sallaberger begann 2013. Es wurde vereinbart, diese wichtigen Dokumente in einer gemeinsamen englisch-arabischen Edition vorzulegen. Wir sind der Überzeugung, dass wir mit diesem Modell auch zur Ausbildung der kommenden Generation von Keilschriftforschern in den Regionen, aus denen die Texte stammen, beitragen können.

Projektanfang: 2015

Förderung: Gerda-Henkel-Stiftung