Assyriologie und Hethitologie
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Letters from Sumer

Insgesamt beinahe 1000 Briefe stammen aus Sumer, dem Gebiet südlich von Nippur im Alluvium Südmesopotamiens zur Zeit, als Sumerisch als Alltagssprache gebraucht wurde. Erste Briefe stammen aus der präsargonischen Zeit (24. Jh.) aus Girsu und Umma. Das sargonische Corpus (ca. 2300-2150) ist seit der Edition von Kienast und Volk von 1995 insbesondere für Adab stark angewachsen. Aus der Zeit der III. Dynastie von Ur (2110-2003) stammt eine beinahe unüberschaubare Menge an administrativen Urkunden, mehr als 80.000 sind davon bekannt oder katalogisiert. Unter diesen Texten befinden sich auch gut 700 Briefe, meist Anweisungen, wenn besondere Umstände eine rasche Reaktion der verantwortlichen Personen erforderten, etwa bei der Reise des Königs oder bei Änderungen von Lieferungen oder Diensten. Zudem konnten solche gesiegelten Briefe auch in rechtlicher Hinsicht als Zeugnis dienen. Die meist auf Sumerisch, nur im Ausnahmefall auf Akkadisch verfassten Briefe wurden zusammenfassend erstmals von E. Sollberger 1966 ediert, das Material hat sich seitdem fast verdoppelt. Letzte Briefe stammen aus den ersten jahrzehnten der Könige von Isin (20. Jh.). Vor allem erfordert aber der bessere Kenntnisstand des Sumerischen eine neue Edition, die zudem den administrativen Kontext der Briefe berücksichtigen soll. Das Projekt wird gemeinsam von Manuel Molina (Madrid) und Walther Sallaberger durchgeführt.

Projektanfang: 2016

Förderung: Bayerische Akademie der Wissenschaften & Ministerio de Economia y competitividad, Programa Estatal del Fomento de la Investigaciòn Cientifica y Técnica de Excelencia